NEOPREN
Neopren. Ein Produkt wartet.

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35.000 Stück. Dreizehn Jahre. Unberührt.

Irgendwo in einem Lager liegen 35.000 Neoprenhüllen für Aktenordner. Produziert im Auftrag, nie ausgeliefert – wegen eines Streits, der längst Geschichte ist. Das Material ist da. Die Form ist da. Nur die Bestimmung fehlte bisher.

Was tun mit 35.000 Dingen, die bereits existieren? Das ist keine rhetorische Frage. Es ist der Beginn dieses Experiments.

NOXXA holt dieses Inventar zurück. Nicht als Notlösung, sondern als Antwort auf die Frage der Grauen Energie: Jedes Objekt trägt die Energie seiner Herstellung unwiderruflich in sich. Wer es entsorgt, vernichtet nicht nur Material – er vernichtet die bereits investierte Lebenszeit der Materie und die Ressourcen, die dafür aufgewendet wurden.

Im Sinne der Zirkularität ist die Vernichtung dessen, was bereits existiert, das größte Versagen. 35.000 Hüllen zu entsorgen, wäre pure Ignoranz. Ihnen eine Bestimmung zu geben, ist die einzig sinnvolle Entscheidung.

Fünf Farben. Keine davon muss sich rechtfertigen. Schwarz, Grau, Orange, Rot, Neongrün. Signalfarben – Arbeitsschutz, Labor, Baustelle, Atelier. Farben, die sagen: Ich werde gebraucht. Ob als Ordnungssystem oder als Statement.

Das Experiment hat begonnen.

Was Neopren als Material ist, wie es hergestellt wird und welche Alternativen es gibt – das steht in einem eigenen Text. Was es bedeutet, ein bereits produziertes Objekt zurück in den Kreislauf zu bringen – bald in einem anderen.


Credits: Titelbild: © Ingo Bach – alle Rechte vorbehalten

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